Januar Geburtsstein – Granat

Der Granat ist der Geburtsstein des Monats Januar. Er ist ein wunderschöner Stein, der im Laufe der Geschichte immer wieder bewundert wurde.

Eigenschaften von Granat

Farbe: Es gibt ihn in vielen Farben, darunter rot, orange, gelb, grün, blau, lila, braun, schwarz, rosa und sogar farblos. Die verschiedenen Farben des Granats hängen von seiner chemischen Zusammensetzung ab und werden als spezifische Granatarten bezeichnet, wie Almandin, Andradit, Demantoid, Grossularit, Hessonit, Pyrop, Rhodolith, Tsavorit, Spessartin und Uvarovit.

Erscheinungsbild: Granat ist ein transparenter Stein und kann Einschlüsse aufweisen. Die Lichtdurchlässigkeit von Granat reicht von transparenten Exemplaren in Edelsteinqualität bis zu undurchsichtigen Sorten, die für industrielle Zwecke wie Schleifmittel verwendet werden. Der Glanz des Minerals wird als glasig (glasartig) oder harzig (bernsteinartig) eingestuft.

Seltenheit: Der Granat gilt nicht als seltener Edelstein, er wird an vielen Orten der Welt gefunden. Der blaue Granat ist jedoch der seltenste – er wurde erst in den späten 1990er Jahren in Madagaskar entdeckt. Dieser Stein wechselt seine Farbe von Blaugrün bei Tageslicht zu Violett bei Glühlampenlicht. Aufgrund der Farbveränderung wird diese Granatart oft mit Alexandriten verwechselt. Der grüne Granat ist ebenfalls seltener – er wird normalerweise aus goldhaltigen Ländern bezogen.

Härte nach der Mohsschen Skala: Liegt je nach Art zwischen 6,5 und 7. Almandin, Pyrop, Spessartin und Tsavorit sind zum Beispiel härter, während Demantoid etwas weicher ist. Granate sind licht- und chemikalienbeständig, können jedoch von Flusssäure angegriffen werden. Es wird empfohlen, diesen Edelstein mit warmer Seifenlauge zu reinigen.

Bezugsquellen: Schottland, Russland, Madagaskar, Arizona, Argentinien, Brasilien, Australien, Südafrika, Birma, Schweiz, Sri Lanka, Deutschland, Italien, Finnland, Mexiko, Pakistan, Tansania, Kenia.

Die Geschichte des Granats

Alle Granate haben eine gemeinsame chemische Struktur, unterscheiden sich aber in ihrer chemischen Zusammensetzung. Granat kommt häufig in stark metamorphosierten Gesteinen und in einigen Eruptivgesteinen vor. Sie bilden sich unter denselben hohen Temperaturen und/oder Drücken, die diese Gesteinsarten formen. Granat wird von Geologen verwendet, um die Temperatur und den Druck zu bestimmen, unter denen ein bestimmtes granathaltiges Gestein entstanden ist.

Granat findet sich auch in Gesteinen der Kontaktmetamorphose, in unterirdischen Magmakammern, in Lavaströmen, bei Vulkanausbrüchen in der Tiefe sowie in Böden und Sedimenten, die durch Verwitterung und Erosion von granathaltigem Gestein entstehen.

Dieser Stein wurde im Laufe der Geschichte für Schmuck und andere dekorative Verzierungen wie Fenster in Kirchen und Tempeln verwendet. Der griechische Philosoph Platon ließ sogar sein Porträt von einem römischen Graveur in eine Granatplatte gravieren.

Böhmen war einst eine enorme Granatquelle, und das Schneiden, Polieren und Montieren von Granaten war in diesem Land einst eine sehr reiche Industrie. Viele böhmische Schlösser und Kirchen hatten prächtige, mit Granat verzierte Innenräume. Der böhmische Granat ist auch heute noch berühmt für seine kleinen, aber schönen Steine, die eng aneinander gefasst sind und an einen Granatapfel erinnern.

Der Name Granat leitet sich möglicherweise vom lateinischen “granatum” ab, was Granatapfel bedeutet. Granatschmuck, bei dem die Steine noch in der traditionellen, eng aneinanderliegenden Form angeordnet sind, findet man noch in der Tschechischen Republik. Auch die Angelsachsen hatten eine Vorliebe für Granate, und ihr Schmuck war mit Granaten besetzt, die in vielen Formen montiert waren.

Im 18. und 19. Jahrhundert waren Granate in Europa sehr beliebt. In der viktorianischen Zeit wurden sie häufig für Schmuck verwendet. Im alten Spanien war der Granatapfel sehr beliebt, und infolgedessen auch der Granat. In der spanischen Astrologie stand der Granat einst für die Sonne.

Die spirituellen Eigenschaften des Granats

Dem Granat werden viele spirituelle Eigenschaften zugeschrieben. Er soll die Energie wiederbeleben, reinigen und ausgleichen, Gelassenheit oder Leidenschaft bringen.

Der Granat soll auch Liebe und Hingabe inspirieren und emotionale Disharmonie lindern. Er ist als Stein der Hingabe bekannt – es gibt viele antike Verlobungsringe, die aus diesem Grund Granat enthalten.

Der Geburtsstein des Monats Januar soll auch den Überlebensinstinkt stärken und in scheinbar ausweglosen Situationen Mut und Hoffnung geben.

Da der Granat in vielen Formen vorkommt, wird jeder Form ihre eigenen Eigenschaften zugeschrieben, zum Beispiel

Hessonit-Granat: Verleiht angeblich Selbstachtung und beseitigt Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle.

Rhodolith-Granat: Soll ein warmer, vertrauensvoller und aufrichtiger Stein sein, der Kontemplation, Intuition und Inspiration anregt.

Roter Granat: Er soll die Liebe verkörpern – er belebt die Gefühle und fördert die Sexualität.

Die heilenden Eigenschaften des Granats

Dem Januar-Geburtsstein wird nachgesagt, dass er den Körper regeneriert und den Stoffwechsel anregt. Der Granat soll Wirbelsäulen- und Zellkrankheiten regenerieren. Er soll das Blut, das Herz und die Lunge reinigen und mit neuer Energie versorgen.